{"id":83,"date":"2019-09-03T13:25:47","date_gmt":"2019-09-03T11:25:47","guid":{"rendered":"http:\/\/dgpp.de\/de\/?post_type=kbe_knowledgebase&#038;p=83"},"modified":"2019-09-03T13:25:47","modified_gmt":"2019-09-03T11:25:47","slug":"down-syndrom-morbus-down-trisomie-21","status":"publish","type":"kbe_knowledgebase","link":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wissen\/down-syndrom-morbus-down-trisomie-21\/","title":{"rendered":"Down-Syndrom (Morbus Down, Trisomie 21)"},"content":{"rendered":"<p>Das Down-Syndrom ist eines der h\u00e4ufigsten angeborenen Syndrome. Es handelt sich um eine Trisomie des Chromosoms 21, d.h., das Chromosom 21 ist dreifach statt zweifach vorhanden. Wenn dies nur in einem Teil der K\u00f6rperzellen und nicht in allen der Fall ist, spricht man von einer &#8220;Mosaik-Trisomie 21&#8221;. Die Symptome sind dann meist nicht so stark ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Kinder mit Down-Syndrom haben zu etwa 90 % wechselnde und wechselseitige Mittelohrschwerh\u00f6rigkeiten und Paukenerg\u00fcsse. Die Paukenerg\u00fcsse sind machmal permanent \u00fcber mehrere Monate vorhanden, manchmal nur f\u00fcr einige Wochen oder auch nur Tage. Trotzdem wird die (Sprach-) Entwicklung erheblich gest\u00f6rt, weil die Kontinuit\u00e4t des normalen H\u00f6rens unterbrochen wird und die Kinder die zu erlernende Sprache immer anders wahrnehmen. Deshalb sollte man diese Schwerh\u00f6rigkeiten sicher beseitigen, meist mit einer Entfernung der Racxhenmandel (Adenotomie). Da viele Kinder wegen der gleichzeitigen St\u00f6rung der Mundmotorik auch nach Adenotomie weiterhin Paukenerg\u00fcsse bekommen, sollte man den Eingriff gleich mit Einlage von Paukenr\u00f6hrchen planen! Sind \u00fcber mehrere Jahre Paukenr\u00f6hrchen notwendig sein, stehen dauerhaft verweilende zur Verf\u00fcgung. Einige Kinder (um etwa 10 %) haben zus\u00e4tzliche, meist geringgradige, Innenohrschwerh\u00f6rigkeiten, die mit H\u00f6rger\u00e4ten versorgt werden m\u00fcssen. Diese werden bei der ersten Diagnostik, besonders, wenn Paukenerg\u00fcsse festgestellt worden, manchmal noch nicht festgestellt. Deshalb mu\u00df man bei Kindern mit Down-Syndrom besonders nach Beseitigung von Paukenerg\u00fcssen das H\u00f6rverm\u00f6gen wenigstens noch einmal kontrollieren und ggf. zus\u00e4tzlich H\u00f6rger\u00e4te anpassen.<\/p>\n<p>Wenn H\u00f6r- und Sehverm\u00f6gen optimiert sind, k\u00f6nnen sich viele Kinder mit Down-Syndrom erstaunlich gut entwickeln!<\/p>\n<p>Kinder mit Down-Syndrom haben h\u00e4ufig starke mundmotorische Entwicklungsst\u00f6rungen, meist im Rahmen einer zentralen L\u00e4hmung (sog. infantile Zerebralparese). Im Mundbereich \u00e4u\u00dfert sich dies durch Speichelflu\u00df (&#8220;Sabbern&#8221;), Trinkschw\u00e4che, kraftloses Bei\u00dfen und Kauen. Au\u00dferdem liegt bei vielen Kinder mit Down-Syndrom die Zunge nicht im geschlossenen Mund, sondern zwischen den Z\u00e4hnen in ge\u00f6ffnetem Mund. Dies sollte fr\u00fchzeitig durch eine Trink- und E\u00dftheapie oder eine orofaziale Regulationstherapie (z.B. beim Logop\u00e4den) behandelt werden. Eine weitere M\u00f6glichkeit besteht darin, eine spezielle Mundplatte anzufertigen (Stimulation nach Castillo-Morales). Sprechen Sie bitte mit Ihrem Phoniater und P\u00e4daudiologen dar\u00fcber, ob eine solche Behandlung bei Ihrem Kind in Frage kommt.<\/p>\n<p>(R. Sch\u00f6nweiler)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Down-Syndrom ist eines der h\u00e4ufigsten angeborenen Syndrome. Es handelt sich um eine Trisomie des Chromosoms 21, d.h., das Chromosom 21 ist dreifach statt zweifach vorhanden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"kbe_taxonomy":[15],"kbe_tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/kbe_knowledgebase\/83"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/kbe_knowledgebase"}],"about":[{"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kbe_knowledgebase"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/kbe_knowledgebase\/83\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83"}],"wp:term":[{"taxonomy":"kbe_taxonomy","embeddable":true,"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/kbe_taxonomy?post=83"},{"taxonomy":"kbe_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/dgpp.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/kbe_tags?post=83"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}